7-Card Stud war bis zum Aufkommen von Texas Hold’em die beliebteste Pokervariante der Welt. Noch immer wird 7-Card Stud in praktisch jedem Casino gespielt und 7-Card Stud erfreut sich, besonders unter den erfahrenen Spielern, die schon seit Jahrzehnten pokern, großer Beliebtheit. In diesem Artikel werden wir die Regeln und Strategien von 7 Card Stud erläutern, damit auch sie im 7-Card Stud bald zu den Gewinnern gehören können.
Zuerst teilt der Dealer im 7-Card Stud jedem Spieler am Tisch 2 verdeckte und eine offene Karte aus. Das heißt, dass im 7-Card Stud die zwei verdeckten Karten nur der besitzende Spieler sehen darf, die offene Karte eines Spielers aber jeder kennt. Anders als die Gemeinschaftskarten im „Hold’em Poker“ darf bei 7-Card Stud aber jeder Spieler nur seine eigenen offenen Karten für sein Pokerblatt verwenden. 7-Card Stud wird nicht mit Blinds gespielt sondern mit Ante, das heißt jeder Spieler, der i 7-Card Stud eine Hand ausgeteilt bekommen hat, muss einen Mindesteinsatz bringen. Der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte muss im 7-Card Stud zuerst agieren. Dabei hat er im 7-Card Stud, wie immer im Poker, 3 verschiedene Möglichkeiten: Er kann checken, also schieben (kein höheres Gebot setzen), folden, also passen wenn ihm seine Hand nicht gefällt oder raisen, also den Einsatz erhöhen, wenn er ein starkes Blatt hat. Im Uhrzeigersinn geht es dann im 7-Card Stud weiter zum zweiten Spieler, der dieselben Optionen hat, es sei denn, Spieler 1 hat geraised: dann muss Spieler 2 entweder den Raise callen, also soviel setzen, wie Spieler 1 geraised hat um mitgehen zu können, folden, wenn er nicht callen will oder kann noch mal raisen, wenn er seine Hand für stark genug hält. So geht es dann reihum. Diese erste Setzrunde ist im 7-Card Stud beendet, wenn alle Spieler entweder das aktuelle Raise gecallt oder gefoldet haben.
Nach dieser ersten Setzrunde folgt im 7-Card Stud die zweite, dabei wird jedem noch verbleibenden Spieler erst noch eine offene Karte ausgeteilt. Dann beginnt im 7-Card Stud derjenige mit den schlechtesten offenen Karten die Setzrunde. Wenn drei Spieler 7-Card Stud spielen, Spieler 1 die offenen Karten 2 und 4 hätte, Spieler 2 eine Dame und einen Buben hielte und spieler 3 ein paar vieren vor sich hätte, müsste Spieler 1 also zuerst handeln. Nachdem diese Setzrunde abgeschlossen ist, kommt die dritte, wieder wird nun einem Spieler eine offene Karte ausgeteilt und wieder muss derjenige mit der nun schwächsten offenen Hand zuerst handeln. Danach folgt beim 7-Card Stud eine vierte offene Karte mit noch einer Setzrunde und am Ende wird jedem Spieler noch eine verdeckte Karte ausgeteilt. Insgesamt hat jeder Spieler also 7 Karten zur Verfügung: 4 offene und 3 verdeckte.
Sobald diese letzte Setzrunde im 7-Card Stud abgeschlossen ist und falls sich noch zwei oder mehr Spieler in der Hand befinden, kommt es zum showdown. Das heißt, dass sich alle Spieler aus den ihnen zur Verfügung stehenden Karten das beste Blatt zusammen stellen und untereinander vergleichen müssen. Der Spieler mit der besten Hand gewinnt dann den Pot.
Das Geheimnis bei 7-Card Stud pokern ist das Beobachten der Gegner. Sind sie passiv oder agressiv? Neugierig oder ängstlich? Wenn sie viel callen und wenig raisen, sollten sie unter keinen Umständen versuchen, sie zu bluffen, da sie sie sowieso mit schwachen Händen runter callen. Stattdessen sollten sie auf starke Hände warten und damit in jeder Setzrunde kräftig betten und raisen, damit die Fische, gegen die sie spielen, sie kräftig ausbezahlen. Ängstliche Spieler, die viel folden können sie dagegen im 7-Card Stud oft bluffen.
